2050
2010/10/29

2050, 20 Jahre nach dem Versiegen der letzten Ölquellen. Der Mensch hat sich zurückgezogen und steuert aus seinem zur Kommandozentrale gewandelten, ehemals als Wohnzimmer bekannten, vier Wänden den Tagesablauf. Aus Sicherheitsgründen wurden vor 10 Jahren sämtliche Fenster in Gebäuden verboten und das neue Fenster zur Welt ist eine Projektion des letzten Stückchens Natur, welches man auf einer einsamen Insel im Pazifik sichert.

Nachdem der Versuch von der Sonnenenergie zu leben kläglich gescheitert ist und man mit dem Errichten von Mikrokraftwerken in den sechs verbleibenden Großstädten begonnen hatte, kam es zu einem Zwischenfall. Konsequenz daraus war das Verbot sich im Freien zu bewegen, da nur die seit 2025 erbauten Wohnsilos der neuen, für den Menschen schädlichen, Belastung stand hielten. Kurze Zeit nachdem die letzten Ölquellen versiegt waren hatte man noch Hoffnung.

Es gab erfolgreiche Experimente in denen aus alten Kunststoffteilen wieder ihr Ausgangsmaterial gewonnen werden konnte. Die Regierung ließ Sammelstellen für Kunststoffe errichten und zeitweise lag der Wert eines Kilos Kunststoff über dem jeglicher Edelmetalle. Dies führte dazu, dass selbst auf den Deponien nach dem „Neuen Gold“ gegraben wurde. Die Gier der Menschen und der Hunger nach Energie führte allerdings auch dazu, dass der Mensch keine eigenen Sachen mehr besaß. Der Individualismus wurde untersagt und jedem stand nur ein überwachtes Einheitskommunikationsgerät und die seit Jahren übliche Einheitskleidung zu.

Um eine reibungslose Versorgung, der auf knapp 50 Millionen Einwohner gesunkenen Bevölkerung zu gewährleisten wurden schnelle Verbindungswege zwischen den Ballungszentren geschaffen. Trostlos und grau die Landschaft durchquerend. In die Höhe gebaut um eventuelle Störungen von außen zu vermeiden.

Fiktion oder Zukunft? *
*Ich hoffe, dass es nicht soweit kommt und alles nur eine Fiktion bleibt.
© 2010 Marcus Hasart






Großes Ding, sowohl Text als auch Fotos!
Ja da hat der “Jeriko” recht. Die Fotos finde ich richtig stark. Da würde ich gern mal in eine PSD reinschauen.
Und der Text ist auch gut. Aber die Fotos sind doppelt wenn nicht sogar drei mal so gut.
Hat sich doch gelohnt…
Sehr schön! Passt auch zum Design des Blogs
Kompliment! Rundes Ding!
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Diese Serie ist mit das Beste, was ich bis jetzt auf deiner Seite gesehen habe. Das Zusammenspiel zwischen Text und Bild ist einfach sehr gut gelungen!
Mein Lieblingsbild ist das mit den zwei Straßenschildern. Der HAMMER!
Sehr schöner Beitrag. Der Text gefällt mir.
[...] Unglaublich gute Serie drüben bei Marcus Hasart: 2050. Für mich eins der großen Highlights dieser [...]
Wahnsinn – die Fotos beeindrucken mich, und die Texte – wenn auch recht unrealistisch – machen Lust auf mehr.
Aber warum um alles in der Welt kann man auf dieser Seite nicht vernünftig navigieren? Meine mittlere Maustaste für ein neues Tab funktioniert nicht – und das liegt genau an einem: an dem sinnlosen Einsatz von Flash. Konsequenz für mich: nicht nutzbare Seite = kein Eintrag im Feedreader. Schade. Aber möglicherweise stolper ich ja mal wieder über die Seite
@karl: Erstmal Danke für das Lob! Zum Thema Flash und Feedreader. Den Feed kann man auch mittels dem “Stay Connected” steht oben rechts unter meinem Bild abonnieren. Flash ist nur die obere Navigationsleiste und die eigentliche Website “marcushasart.de”. Über kurz oder lang wird sich das auch alles ändern, im Moment gibt es aber erstmal andere Prioritäten. Bis dahin!
haha die bilder kenn ich doch … da stand ich doch daneben!
@Christoph: Exakt! Genau die Bilder sind das. Bin für eine Wiederholung, wenn Zeit.
[...] dieser Mehraufwand, dieses Intensive auseinandersetzen mit den Gegebenheiten, lohnt. Die Serie “Zukunftsvisionen – 2050″ ist dafür ein gutes Beispiel. Das Aufnehmen der Bilder war in 10 Minuten erledigt. Entstanden in [...]
[...] Serie “2050 Zukunftsvision” aus dem Jahr 2010 ist vom 12. Februar 2011 bis 13. März 2011 bei den 46. Kulturfesttagen im Museum [...]