Funkfernsprecher
2010/10/04
11 Monate. So lange hat es bei diesem Foto gedauert, bis es hier gelandet ist. Die Ausgangsaufnahme entstand im Oktober 2009. Seit dem habe ich mal hier, mal da ein wenig was an dem Bild gemacht und in den letzten Tage habe ich dann den Schlussstrich gezogen. Ich bin eigentlich immer unzufrieden mit meinen Fotos, bei diesem war es aber besonders schwierig.
Zuerst einmal hat man die Idee und das Telefon. Irgendwo gibt es hier einen Ordner wo lauter verrücktes Zeug drin ist, mit Skizzen, Scribbles und damit ich es nicht vergesse. Der Grundgedanke war folgender.
Um auf die Frage zu antworten, am Ende landet jeder mal bei einem iPhone. Selbst die größten Kritiker. Manch einer hat dann auf einmal sogar zwei von diesen Geräten. Darum soll es aber jetzt nicht gehen.
Zum Thema Licht. Eine Softbox links vom Telefon und fertig. Da das Telefon freigestellt werden sollte war der Hintergrund auch relativ egal. Wichtig war die Kontur des Telefons möglichst gut zu erkennen und kein Dreck auf eben diesem ist. Also vorher den zu fotografierenden Gegenstand ordentlich putzen.
Das Display wurde extra fotografiert und später in Photoshop wieder eingesetzt. In dem Fall die einfachste Möglichkeit um Spiegelungen, Reflexe oder unschöne Lichtspiele zu vermeiden. Ich habe dafür einfach den Raum abgedunkelt und das Display abfotografiert. Alles was im Display sichtbar sein sollte muss natürlich im Vorfeld eingestellt werden.
Damit ist dann die Grundlage auch schon geschaffen und ich konnte mit dem Endbild beginnen. Das sah dann im laufe der Monate ungefähr so aus. Das Bild an sich besteht aus vier Teilen, dem Telefon, dem Display, der Hintergrund Textur und einer Vielzahl von Light Trails. Es wurde partiell aufgehellt und abgedunkelt. Die Light Trials mit verschiedenen Filtern belegt. Als finalen Schritt wurde dann der gewünschte Look erzeugt.
Und die Anzahl der Ebene hat sich im Laufe der Zeit auch nicht verringert. Wenn sich die Ebenenpalette in Photoshop auf dem Bild anschaut, dann sieht man ungefähr ein Viertel der gesamten Ebenen. Die Bildgröße liegt in voller Auflösung bei knapp 2,7 Gigabyte, resultierend aus der großen Anzahl von Ebenen. Photoshop kann übrigens in der aktuellen Version Dateien bis zu einer Größe von 16 Gigabyte speichern. Nachdem die Ebenen des fertigen Bildes reduziert sind ist es auch nur noch 120 Megabyte groß. Da ich aber immer möglichst non destruktiv arbeite habe ich mir das reduzieren der Ebenen bis zum Schluss aufgehoben.
Das Resultat sieht dann letztendlich so aus. Wie man sieht ist im letzten Schritt der Look und der Rahmen dazu gekommen. Über die Light Trails, kann man streiten, genauso wie über den Rahmen. Würde man aber die Light Trails weglassen, dann hätte man ein Telefon vor einer Wand. Relativ langweilig. Es war ein Versuch.

Eigentlich ganz einfach, oder? Sollte trotzdem noch jemand eine Frage haben, dann stellt sie mir ruhig! Und falls sich jetzt jemand fragt, warum hat das jezt so lange gedauert? Das liegt in der Natur des Menschen, denn wenn man keinen Zeitdruck oder eine Deadline im Rücken hat, dann braucht es eben seine Zeit. So schnell gibt es jetzt erstmal keine so langwierigen Bilder mehr.
© 2010 Marcus Hasart









