Abendlektüre (deutsche Fotozeitschriften)
2009/04/15
Im deutschen Zeitschriftenmarkt findet man eine Vielzahl von Fotozeitschriften. Die Preisspanne reicht von ehr günstig bis man ist das mal wieder teuer. Nur welche Zeitschriften lohnen sich eigentlich und welche ehr nicht? Will ich mit ständigen Tests, Neuvorstellungen & Werbung erschlagen werden oder bin ich auf der Suche nach Interessanten Artikeln? Im laufe der Jahre habe ich ziemlich viele verschiedene Fotozeitschriften gekauft. Hängen geblieben bin ich dann aber eigentlich nur bei den Magazinen “PHOTOGRAPHIE” & “Docma“. Zwischendurch dürfte ich mich ein Jahr am amerikanischen Magazin “Layers” erfreuen, was ich auch als sehr gut empfunden habe.

Was bieten die beiden von mir favorisierten Magazine?
In meine Augen das Beste deutschsprachige Fotomagazin. Auffallend ist das besonders große Format, das es so seit Anfang 2006 gibt. Wer nach Ausführlichen Vergleichstests sucht wird mit diesem Magazin nicht ganz glücklich werden. Aber alle die nach Anspruchsvoller Fotografie mit ein wenig technischen Beiwerk ausschau halten werden sicher glücklich.
Das Magazin an sich ist in vier Hauptteile gegliedert:
- Bilder & Geschichten
- Test & Technik
- Praxis & Knowhow
- News & Szene
Im Magazin erscheint zudem monatlich ein Artikel von Jost J. Marchesi, dem Autor von “Handbuch der Fotografie Band 1-3″. Und auch Doc Baumann hält regelmäßig seine Sprechstunde bei der PHOTOGRAPHIE ab. Was ich sehr lobenswert finde ist, dass seit einigen Ausgaben wieder vermehrt auf die analoge Fotografie eingegangen wird. Auch finden sich bei den Buchempfehlungen nicht nur Fachbücher wieder, sondern auch Bildbände. Für mich ist dieses monatlich erscheinende und für 5,- EUR durchaus erschwingliche Fotomagazin einfach eine Empfehlung wert.

Die Titelunterschrift hat sich mit der aktuellen Ausgabe von “Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung” zu “Doc Baumanns Magazin für professionelle Bildbearbeiter” geändert und damit ist die angesprochene Zielgruppe gut umschrieben.
Der Aufbau der Zeitschrift gestaltet sich wie folgt:
- Editorial von Doc Baumann, dem deutschen Photoshop Guru und Bastian Sick des schlecht retuschierten Bildes.
- Es folgen die News. Eine Sammlung aus Produktneuheiten & interessanten Links.
- Reportagen über die digitale Bildbearbeitung und besonders lesenswert Doc Baumann “Bildkritik”
- Als nächstes folgen die Workshops. Hier hat sich in den letzten Ausgaben so einiges getan und es ist nicht mehr nur Photoshop das Thema, sondern auch Programme wie Cinema 4D oder Lightroom.
- Soft-/Hardware umfasst meist mehr den Software Teil in Form von Plug-ins oder besonderer Bildbearbeitungssoftware.
- Unter Redaktionelles finden sich quer im Heft verteilt verschiedenste News, Software-News, Agentur-News, das Photoshop-Rätsel & Bücher.
- Und nicht zu vergessen auf der letzten Seite des Heftes, der monatliche absolut empfehlenswerte Techtalk von Christoph Kühne. Den Techtalk, “Das beste Euipment“, aus der letzten Docma gibt es auch online auf docma.info.
Das Magazin schlägt mit 10,- EUR ein relativ großes Loch in die Zeitschriften Kasse. Dafür dann allerdings auch nur im zweimonatigen Rhythmus.

Die jeweiligen Vorlieben hängen viel vom eigenen Geschmack ab, dennoch würde ich gern wissen welche Zeitungen Ihr regelmäßig konsumiert? Vielleicht hat ja der ein oder andere noch einen Geheimtipp, den ich noch nicht kenne.
© 2009 Marcus Hasart





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PHOTOGRAPHIE- Lese ich heute noch immer gerne, wenn auch nicht mehr so oft wie früher. Fotomagazin und ColorFoto kann man heute einfach nicht mehr ernst nehmen und geschweige denn sind sie lesbar. Aber abgesehen davon, zum Glück rettet mich mein National Geographic Abo!
Die PHOTOGRAPHIE gehört zu den Zeitschriften, die ich hin und wieder ganz gerne lese. Daneben nehme ich auch gerne die Photonews am Kiosk mit, weil sie sich auch erfreulich wenig um die neuesten Kameramodelle kümmert. Stattdessen findet man immer mal wieder neue junge Fotografen.
Und als Freund von Schwarz-Weiß-Bildern habe ich mir kürzlich auch noch ein Abo der SCHWARZWEISS geleistet. Nicht ganz billig, aber wegen der Bilder lohnend.
Ich stimme Thomas zu, die PHOTOGRAFIE lese ich hin und wieder, meist wenn ich längere Zugreisen unternehme. Außerdem hab ich die PHOTONEWS abonniert, ist verdammt günstig mit nur 3 Euro pro Ausgabe und qualitativ allen anderen überlegen. Außerdem gefällt mir der Fokus auf die künstlerische Fotografie.
Die SCHWARZWEISS hab ich letztens das erste mal gekauft. Ist mir derzeit noch zu teuer als regelmäßige Lektüre, aber ja, sie lohnt sich.
Neben den bereits genannten Photonews und Photographie schaue ich sehr gern auch in die Profifoto. Aber auch Schwarzweiss und LFI (Leica Foto International) haben viel zu bieten. Bei den letzeren beiden geht es mehr um Fotos, Portfolios und Bildbesprechungen, weniger um Equipmenttests, die irgendwann doch ihren Reiz verlieren (spätestens, wenn man seine Kamera gefunden hat). Grundsätzlich ist es ja schon so, dass gerade die höherwertigen Zeitschriften auch die höherpreisigen sind. Ich werfe meist in der Bibliothek meines Vertrauens einen Blick hinein und kaufe mir für das gesparte Geld lieber den einen oderen Bildband mehr. Die Fotozeitschriften würden bei mir ohnehin irgendwann auf dem Altpapier landen.